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Einrichtung eines Prüf- und Entwicklungslabors

Projekthintergrund

Für die Bekämpfung lebensbedrohlicher Krankheiten gibt es in Ghana nicht genügend günstige und sichere Arzneimittel. Import-Medizin internationaler Hersteller ist teuer und die Qualität lokaler Erzeugnisse reicht oft nicht aus. Arzneimittelhersteller in Ghana arbeiten häufig mit veralteter Technologie und Kontrollen finden kaum statt. Die Folge: Es kommen minderwertige oder gefälschte Medikamente auf den Markt.

Das ghanaische Gesundheitsministerium will Abhilfe durch unabhängige Qualitätschecks schaffen. Bevor sie auf den Markt gelangen, sollen Medikamente einem strengen Kontrollverfahren durch die regionale Aufsichtsbehörde unterworfen werden. Außerdem soll es eine laufende Produkt-Kontrolle durch berechtigte Laboratorien geben. Noch fehlen den Laboratorien für diese Aufgabe jedoch häufig die Kapazitäten und das wissenschaftliche Know-how.

Bedingung für die Zulassung hochwertiger aber vergleichsweise günstiger Generika sind sogenannte Bioäquivalenzstudien. Damit wird getestet, ob Generika gegenüber den Originalprodukten den gleichen Wirkstoffspiegel erreichen. Ghana will für Arzneimittelkontrollen und Bioäquivalenzstudien ein Test- und Forschungszentrum aufbauen.

Ziel des Projekts

Das Projekt unterstützte die Planung eines Zentrums für pharmazeutische Qualitätskontrolle in Ghana durch Analysen, Beratung und den Dialog mit verschiedenen Interessenvertretern. Mittels Expertise aus Nordrhein-Westfalen wurde dazu beigetragen, in der Gründungsphase des Laborzentrums wichtige Handlungsorientierung zu geben. Dadurch konnte die Planungsphase beschleunigt werden und das geplante Test- und Kontrollzentrum erhielt eine nachhaltige institutionelle und wirtschaftliche Basis.

Projektaktivitäten

Der Entwurf eines Laborkonzepts stand im Mittelpunkt der Aktivitäten:

Machbarkeitsstudie
Als erster Schritt fand eine Prüfmission nach Ghana statt, bei der ein Expertenteam Gespräche mit den relevanten Akteuren führte und sich über die Gegebenheiten und Rahmenbedingungen vor Ort informierte. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde das Angebotsspektrum und die wirtschaftliche und technische Durchführbarkeit des Laboraufbaus geklärt.

Laborkonzept
Das Expertenteam erarbeitete im Anschluss ein Konzept für den Aufbau eines Zentrums für pharmazeutische Qualitätskontrolle. Im Rahmen des Konzepts wurde die Laborleistungen des Zentrums definiert und die Grundlagen für die Planung, den Bau, die Ausstattung und die Finanzierung des Zentrums ermittelt.

Stakeholder-Dialog
Von Anfang an wurden die Stakeholder in Ghana in den Planungsprozess für den Aufbau eines Laborzentrums einbezogen. In mehreren Dialogveranstaltungen hatten die Interessenvertreter die Möglichkeit, sich über das Laborkonzept zu informieren und darüber zu diskutieren.

Die Anforderungen aller Beteiligten – von Ministerien über wissenschaftliche Institute bis hin zu den Pharmafirmen – flossen in das Laborkonzept ein. Das Ergebnis war ein Laborkonzept, das bestmöglich den Rahmenbedingungen in Ghana entspricht. Dieses Konzept wurde dem Steuerungsgremium der ghanaischen Regierung vorgelegt.

Beratung des Steuerungsgremiums
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH beriet über einen Zeitraum von drei Monaten die ghanaischen Partner und das Steuerungsgremium der ghanaischen Regierung.

Bildergalerie

Projektsteckbrief

Titel: Unterstützung der Einrichtung eines regionalen analytischen Prüf- und Entwicklungslabors in Ghana
Laufzeit: November 2013 – Februar 2014
Sektor: Gesundheit

Gefördert druch: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Partner und Akteure

  • Deutsches Medikamentenhilfswerk action medeor e .V.
  • Ghanaian Ministry of Health
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